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 Europacup 2010

 
09.-10.01.2010   EC-Rennen Gsies ITA

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17.01.2010


 
  EC-Rennen Gsies (Ersatz für Prein an der Rax)


 
ITA


 

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23.-24.01.2010   EC-Rennen Jaufental ITA

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30.-31.01.2010   EC-Rennen Unterammergau DE

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06.-07.02.2010   EC-Final-Rennen Olang ITA

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    (Kategorie Hornschlitten)

2010
 
  Gesamt-Europacup und SHSV Trophy EC
 

 

Gesamtrangliste EC
Rangliste SHSV Trophy 2010 EC


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Hornschlittten-Europacuprennen Gsies 2010


Start in die Hornschlitten Saison 2010 gelungen

Nachdem der Start des Europacups in Unterammergau wegen zu wenig Schnee und Kälte verschoben werden musste, begannen die Hornschlitten Sportler ihr diesjähriges Abenteuer am 9./10. Januar 2010 in Gsies im Südtirol. Am Samstagnachmittag wurde der Trainingslauf auf der 1270m langen Rennstrecke durchgeführt. Bei leicht verschneiter Piste konnten sich die Rennteams an die vielen Kurven und Bremspunkte, die die Strecke in Gsies bietet, herantasten und eine optimale Linienführung für die beiden Rennläufe am Sonntag suchen.
 
Endlich ein Damenteam
Zum ersten Mal in der Europacup Geschichte steht ein Schweizer Damenteam am Start. Die „Eisfeger“ aus Avers. Leider sind sie, nachdem eine Fahrerin des Damenteams aus Österreich unfallbedingt nicht antreten konnte, die einzigen Damen im Hornschlitten Zirkus. Nichts desto trotz fuhren sie mit Elan und Begeisterung und verbesserten ihre Zeiten von Lauf zu Lauf.
 
1. Rennlauf
Am Sonntagmorgen wurde der 1. Rennlauf pünktlich gestartet. Bei idealen Wetter- und Pistenbedingungen zeigten die Teams ihr Können. Wie erwartet, kämpften die zwei Besten Teams des letzten Jahres wieder um die ersten Plätze. Diesmal konnte sich aber das Team ASC Stange-Volksbank (ITA) , das in der letzten Saison bei allen EC-Rennen den zweiten Platz belegte, mit neuem Hornschlitten gegen das Team HSC Tirol 1 (AUT, alle EC-Rennen 2009 gewonnen) durchsetzen und mit 1:33,62 einen neuen Streckenrekord für sich verbuchen.
Als beste Schweizer konnte das Team Spider des HSG Avers den neunten Platz erreichen. Die amtierenden Europameister, das Team Wiesen des SC Hulftegg, musste sich, nachdem sich der Rennbelag auf einer der Kufen teilweise abgelöst hatte und der Schlitten in den Kurven kaum noch Halt fand, mit dem 14. Rang begnügen.
 
2. Rennlauf
Am Mittag setzte leichtes Schneetreiben ein. Bei dadurch wieder etwas anderen Bedingungen wurde der 2. Lauf in umgekehrter Reihenfolge der Wertung des 1. Laufes gestartet. Die Schweizer Teams konnten sich teilweise noch verbessern. So belegte das Team Spider zum Schluss den sehr guten siebten Rang und das Team Wiesen konnte mit der sechstbesten Laufzeit noch den 10. Schlussrang erreichen. An der Spitze vermochte Tirol 1 nicht mehr aufzuholen und wurde mit einem Rückstand von insgesamt 1,68 Sekunden hinter den Jungs des ASC Stange zweite. Mit einem bereits grossen Abstand von 4,69 Sekunden fuhren die Herren des Teams Tirol 2 auf den dritten Platz.
 
Ersatz-Rennen am 17. Januar 2010 ebenfalls in Gsies
Nachdem das geplante Rennen in Prein an der Rax (AUT) abgesagt werden musste, erklärten sich die Veranstalter des ASV Gsies bereit, eine Woche später ein Ersatz-Rennen durchzuführen. So trafen sich die Sportler am Sonntag den 17. Januar 2010 erneut an selber Stelle. Um 08:30 Uhr wurden die Hornschlitten verladen und an den Start transportiert. Um 10:00 Uhr begann der Trainingslauf. Bei besten Wetterverhältnissen und Temperaturen um die null Grad startete dann am Mittag der 1. Wertungslauf. Die Favoriten des ASV Stange, nach einem Trainingsunfall am Samstag mit einem Ersatzmann an hinterster Stelle, konnten „nur“ die zweitbeste Zeit, hinter Tirol 1 herausfahren. Die Schweizer Bilanz sah in den Top Ten wie folgt aus: Europameister HST Wiesen belegte Platz fünf, das Team Toggenburg des HSC Alt. St. Johann fuhr auf den achten und HSC Henau 1 auf den zehnten Rang. Der alles entscheidende 2. Rennlauf begann pünktlich um 14:00 Uhr. Wieder in umgekehrter Reihenfolge des 1. Laufes. HSC Henau 1 und das HST Wiesen konnten die Zeit des ersten Laufes nicht mehr bestätigen und verloren ein, resp. zwei Plätze. Rang elf und sieben. Das Team Toggenburg glänzte mit einer Verbesserung um eine halbe Sekunde und ergatterte sich den sechsten Schlussrang. An der Spitze wurde es noch mal spannend. Als zweitletzte startend, konnte ASC Stange noch schneller fahren als zuvor. Aber auch die Fahrer des Teams Tirol 1 fuhren üblicherweise im zweiten Lauf schneller als im ersten. Tirol 1 war gestartet, es galt sechs Zehntel Vorsprung zu verwalten. Doch bereits bei der zweiten Zwischenzeit war der Vorsprung aus dem ersten Lauf dahin und schlussendlich gewann der ASC Stange mit 0,86 Sekunden Vorsprung überlegen.
 
Tolle Veranstaltungen des ASV Gsies
Wie bereits letztes Jahr gaben die Südtiroler Veranstalter wieder alles und organisierten zwei super Veranstaltungen. Gute Verpflegung, reibungslos funktionierende Organisation. Nur schade, dass sich nicht mehr Zuschauer für die spannenden Hornschlittenrennen interessieren.

 


 
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Hornschlittten-Europacuprennen Jaufental 2010


Als drittes Rennen der Saison 2010 stand am 23. und 24. Januar Jaufental im Südtirol auf dem Programm. Die Veranstalter des ASV Jaufental konnten die 875m lange Naturrodelbahn „Waldeben“ in perfektem Zustand präsentieren. Das Eis war pickelhart und auch das Wetter spielte bestens mit.
Training am Samstag
Im Gegensatz zu den einheimischen Teams hatten die Schweizer Mannschaften bisher keine Gelegenheit auf dieser Strecke zu trainieren. Trotzdem konnten sie am Samstagnachmittag im Trainingslauf gute Zeiten fahren, das Team Wiesen fuhr gar Bestzeit, was grosse Hoffnungen auf die Rennläufe am Sonntag aufkommen lies.
Damen diesmal mit Konkurrenz
Die Österreichische Damenmannschaft aus Vögelsberg Wattens war wieder vollständig genesen und trat, das erste Mal in dieser Saison, ebenfalls an. Als Erste am Start konnten sie gleich zu Beginn eine gute Laufzeit vorlegen. Nun waren die Schweizer „Eisfeger“ an der Reihe. Leider verloren sie aber gleich in der ersten Harnadelkurve kurz die Herrschaft über den Schlitten, knallten mit voller Wucht in die Bande und kamen zum Stillstand. Unbeirrt fuhren sie sofort weiter, hatten aber keine Chance mehr den Rückstand aufzuholen. So wurden sie trotz des besseren zweiten Laufes von den Österreicherinnen geschlagen.
Herren ebenfalls mit vielen Remplern
Im ersten Rennlauf der Herren waren zwei Überraschungen zu verzeichnen. Die bisher dritten der Europacup Gesamtwertung, das Team Tirol 2, konnten souverän an die Spitze fahren. Die Lokalmatadore, die Teams ASV Jaufental 2 und ASC Stange, mussten sich mit dem dritten, resp. zweiten Rang begnügen. Eine Überraschung war dies deshalb, weil seit mindestens sieben Europacuprennen die beiden ersten Plätze immer an Tirol 1 und den ASV Stange gingen. An vierter Stelle folgten das Team Tirol 1 und danach die Trainingsbesten, das Team Wiesen aus dem Toggenburg. Überraschend gut ebenfalls das Team Henau 1 auf dem siebten Rang.
Das Eis wurde durch das starke Bremsen mit der hohen Geschwindigkeit vor den Harnadelkurven immer stärker ausgenommen, was bereits den hinteren Teams im ersten Lauf grosse Probleme bereitete. Einer Mannschaft aus Slovenien brach dabei sogar ein Spannstab, der dann für den zweiten Lauf provisorisch repariert werden musste, ein Team aus Österreich musste einen neuen Griff für den Fahrer organisieren und montieren. So knallten dann im zweiten Lauf, weil die Bremsen auf der ausgefahrenen Strecke nur einseitig oder zu wenig griffen, mehrere Mannschaften mit ihren Schlitten gegen die Banden, was zum Glück nur zu blauen Flecken und keinen gröberen Verletzungen führte. Doch brachte dies die Rangliste noch etwas durcheinander.
Wie immer wurde der zweite Lauf in der verkehrten Reihenfolge der Wertung des Ersten gestartet. Das Team Henau 1 konnte den siebten Platz halten und verbuchte das bisher beste Resultat an einem Europacuprennen. Die amtierenden Europameister konnten ihre Zeit aus dem ersten Lauf nicht mehr ganz bringen und wurden noch von den Frankenfelser Jungs auf den sechsten Platz verdrängt. Das Veranstalter Team Jaufental 2 verlor nach grobem Bandenkontakt ebenfalls noch einen Platz und verpasste das „Stockerl“ noch um eine halbe Sekunde. Die Plätze zwei und drei belegten letztlich die Teams ASV Stange und Tirol 1. Mit nochmaliger Bestzeit fuhren die Mannen des Teams Tirol 2 den zweiten Lauf ebenfalls perfekt und konnten nach acht Jahren Durststrecke endlich wieder einen Sieg verzeichnen.
Siegerehrung im Haus der Vereine
Um 16 Uhr wurden die Sportler ins Haus der Vereine gebeten und vom Gemeindeobmann, dem veranstaltenden Vereinspräsidenten und den Funktionären des internationalen Rennrodelverbandes geehrt. Der gesamte Anlass und die reibungslos funktionierende Organisation wurden hoch gelobt und der ASV Jaufental kündigte bereits an, sich gerne wieder für die Durchführung eines weiteren Hornschlitten Europacuprennens zu bewerben.
 


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Hornschlittten-Europacuprennen Unterammergau 2010


Zum vorletzten Mal in dieser Saison trafen sich die Hornschlittenfahrerinnen und –fahrer am 30. Januar im bayrischen Unterammergau um ihr Können auf 30cm dickem Eis vorzuführen und sich zu messen. Der Start ins Rennwochenende war allerdings alles andere als einfach und für einige Teams recht nervenaufreibend. Viel Neuschnee und Verkehr zu Beginn der Sportferien machten die Hinfahrt zur Strapaze. So brauchten einige statt der geplanten drei, bis zu sieben Stunden um die Rennstrecke zu erreichen.
Trainingslauf am Samstag
Um 14 Uhr wurde mit dem 1. Trainingslauf begonnen, doch waren zu diesem Zeitpunkt noch nicht alle Teams anwesend. Die Mitglieder des WSV Unterammergau konnten den vielen Neuschnee rechzeitig aus der Bahn befördern und die mit 1100 Metern längste Rennrodelbahn Deutschlands in einwandfreiem Zustand präsentieren. Bei immer noch leichtem Schneetreiben war die Strecke jedoch relativ langsam. Gestartet wurde nicht nach Startnummernauslosung, sondern nach Anwesenheit. Wer da war absolvierte den Trainingslauf, wer später kam musste sofort hinauftransportiert werden und ohne Verschnaufpause gleich an den Start. Einige verpassten das Training gar gänzlich.
Am Sonntag dann perfekte Bedingungen
Nachdem es in der Nacht aufgeklart hatte und kein Schnee mehr viel, waren die Bedingungen für den Sonntag rundum perfekt. Um 10 Uhr begann der Renntag mit dem 2. Trainingslauf. Alle Teams waren anwesend, die Strecke war schneller denn je, was einigen sogleich zum Verhängnis wurde. Wo am Samstag kein Bremsen nötig war touchierten sie am Sonntag wegen zu hohem Tempo die Holzbanden oder verliessen, wo keine Banden vorhanden waren, umfreiwillig die Strecke und stürzten in den rund um die Strecke tiefen Schnee. Doch auch bestens gelungene Fahrten konnten bestaunt werden. Das momentan führende Team des ASV Stange konnte gar den bisherigen Streckenrekord von 1.14.80 bereits im Training um drei Hundertstel auf 1.14.77 verbessern.
1. Rennlauf um 12 Uhr sehr Ereignisreich
Gleich zu Beginn des 1. Rennlaufes waren für die Zuschauer einige Schreckenssekunden angesagt. Der an allen Hornschlitten Europacuprennen anwesende, bereits 65 Jahre alte Vorfahrer aus Brixen, verlor für kurze Zeit die Kontrolle über sein Rennrodel, knallte mit voller Wucht in die Bande und schlitterte einige Meter bewusstlos die Strecke hinunter. Nach kurzer Behandlung durch die sofort anwesende Bergrettung konnte aber Entwarnung gegeben werden. Zum Glück alles in Ordnung.
Mit dadurch etwas Verspätung konnte mit den Eisfegern, dem Schweizer Damenteam, gestartet werden. Trotz einem starken Bandenrempler erreichten sie das Ziel in einer guten Zeit. Als zweites Herrenteam fuhren die „Spyder“ aus Avers. Fast an derselben Stelle wie die Damen küssten auch sie die Bande. Ein dadurch entstandener, irreparabler Schaden am Schlitten zwang sie daraufhin, den zweiten Lauf als Zuschauer zu verfolgen. Mit Startnummer Acht folgte der zweite der Europacup Zwischenwertung, das Team Tirol 1 und es gelang ihnen die grosse Sensation. Nach einem Sturz im Training noch von den Bergrettern mit fünf Häften am Bein genäht, meisterte der Fahrer Markus Burgschweiger mit seinen Jungs die Strecke in einer Zeit von 1.12.94 und verbesserte damit den Streckenrekord um fast zwei Sekunden. Staunend und mit grossen Augen nahm die Konkurrenz die unglaubliche Vorgabe zur Kenntnis. Niemand vermochte aber diese Zeit zu schlagen. Die bisher führenden des ASV Stange fuhren ebenfalls sehr schnell und belegten mit 1:14:28 den zweiten Zwischenrang. Überraschend schnell fuhren auch die Herren des Team Toggenburg und erreichten mit 1.16.43 den vierten Platz. Dahinter reihten sich die weiteren Mannschaften in kurzen Zeitabständen ein, was spannende Kämpfe für den zweiten Lauf versprach.
14 Uhr, 2. Rennlauf
Wie immer in umgekehrter Reihenfolge der Wertung des ersten Laufes wurde der Zweite pünktlich um 14 Uhr gestartet. Unsere Damen, die „Eisfeger“ aus Avers, konnten ihre Zeit um drei Sekunden verbessern. Gleich als erste Herren musste das Team Appenzeller des HSC Heiden die Strecke passieren, hatten jedoch durch den Sturz im vorherigen Lauf keine Chancen mehr auf eine gute Rangierung. Das Team Wiesen und auch die „Seppers leut“ aus Uri konnten die Zeiten aus dem ersten Lauf nicht mehr ganz bestätigen und verpassten die Top Ten nur knapp. Besser lief es da dem Henauer Schlitten, der sich mit fast genau der gleichen Laufzeit vom bisher zehnten noch auf den achten Rang verbessern konnte. Das Team Toggenburg, vierte im Zwischenklassement, bot dann die nächste Show. Schnell unterwegs brach kurz nach der Zwischenzeit bei einem Bandenrempler das linke Horn, inklusive Handgriff des Fahrers ab. Nichts desto trotz fuhren sie den Lauf zu Ende und plazierten sich noch auf dem fünften Schlussrang. Was wäre da wohl mit Horn und Handgriff noch drin gelegen? An der Spitze änderte sich nichts mehr. Dem ASV Stange gelang nochmals eine Verbesserung der Zeit um vier Hundertstel was Rang zwei bedeutete. Die Führenden fuhren zwar langsamer als im erste Lauf, mit 1.13.38 aber immer noch um fast eine Sekunde schneller als alle anderen. Das Team Tirol 1 gewann somit den Bewerb in Unterammergau fast konkurrenzlos, sensationell schnell.
Nach der Siegerehrung wieder nach Hause
Die Siegerehrung ging nach dem Rennen im Festzelt von statten. Nach der Ehrung Europas bester Hornschlittenfahrer nahmen die Österreicher, die den Bewerb zusätzlich als Landesmeisterschaft werteten, ihre Siegerehrung vor und mehrere Redner dankten und gratulierten den Veranstaltern zu dem rundum perfekt gelungenen Anlass. Mit weniger Verkehr und guten Strassenverhältnissen konnten die vom ganzen Wochenende begeisterten Fahrer und Fans den Heimweg dann wesentlich ruhiger als die Hinfahrt in Angriff nehmen.

 



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Hornschlittten-Europacup-Finale Olang 2010


Als letztes Rennen der Saison 2010 stand am vergangenen Wochenende Olang im Südtirol auf dem Plan. Bereits zum vierten Mal wurde auf der 1008 Meter langen Naturrodelbahn „Panorama“ ein Hornschlittenrennen ausgetragen. Fahrer und Fans waren auch diesmal ob der perfekten Infrastruktur begeistert.
Einziger Nachtlauf der Saison
Nach dem Trainingslauf am Nachmittag wurde am Abend um 20 Uhr der erste Wertungslauf bei künstlicher Beleuchtung gestartet. Bei den Damen war einzig das Österreichische Team aus Vögelsberg am Start. Das Rennen der Kategorie der Herren eröffnete das Ice Race Team des SC Hulftegg. Mit Startnummer sieben kam dann das erste Mal richtig Spannung auf. Das Team Tirol 1 musste zwingend gewinnen um noch Chancen auf den Europacup Gesamtsieg zu haben. Mit 1.15.39 gelang ihnen ein perfekter Lauf und somit eine klare Ansage an die Konkurrenz. Als achte startete das Team Toggenburg des HSC Alt St. Johann. Mit guten Voraussetzungen das beste Schweizer Team dieses Winters zu werden, gelang ihnen nur ein mässiger Lauf auf den 13. Rang. Dafür schaffte es der HSC Henau auf den sechsten und gleich dahinter klassierte sich das Team Wiesen vom SC Hulftegg. Der ASC Stange, als 18. startend, benötigte mindestens den zweiten Platz um die Führung im Europacup zu behalten. Eine Sekunde langsamer als Tirol 1 war jedoch zu viel und brachte nur Platz drei, denn Tirol 2 wurde mit nur 14 Hundertstel Rückstand zweite. Spannender konnten die Voraussetzungen für den zweiten Wertungslauf nicht sein: Würde die Reihenfolge so bleiben, gäbe es zwei Teams punktgleich auf Rang 1 des Gesamt-Europacups 2010.
Letzter Wertungslauf am Sonntag
Am Sonntag startete um 11 Uhr der letzte Lauf der Saison. Aus Schweizer Sicht wurde es noch mal richtig Turbulent. Die amtierenden Europameister aus Wiesen im Toggenburg waren über eine Sekunde langsamer als im ersten Lauf und wurden im sehr eng beieinander liegenden Mittelfeld um zehn Plätze nach hinten gereicht. Besser machten es die Spyder aus Avers, mit der siebtbesten Laufzeit rückten sie vom elften auf den neunten Platz vor und das Team Toggenburg aus Alt St. Johann verbesserte sich gar um fünf Ränge auf Platz acht. Henau 1 konnte den guten ersten Lauf bestätigen und wurde als bestes Schweizer Team fünfte. Nun waren die Favoriten an der Reihe. Die Jungs des ASC Stange behielten die Nerven und fuhren mit 1.14.29 Streckenrekord, Platz zwei.  Tirol 2 klassierte sich mit der zweitschnellsten Zeit auf Rang eins und Tirol 1 fuhr auf Rang drei.
 
Europacup Gesamtwertung 2010
Gesamtsieger wurde der ASC Stange (ITA), Silber holte sich das Team Tirol 1 und Bronze ging an Tirol 2 (AUT). Beste Schweizer wurde der HSC Henau auf Rang sechs.
Die restlichen Schweizer Plazierungen: 7. Team Toggenburg, HSC Alt St. Johann, 8. Team Wiesen, SC Hulftegg, 13. Team Spyder Rider, HSG Avers, 16. Team Appenzeller, HSC Heiden, 17. Team Seppersleut, HSC Uri, 22. Ice Race Team, SC Hulftegg.
Bei den Damen gewannen die Eisfeger aus Avers vor den Österreicherinnen aus Vögelsberg. (Mangels Teilnehmerinnen konnte hier leider keine offizielle Wertung vorgenommen werden, dazu müssten Minimum drei Teams mitfahren.)
Siegerehrung im Festzelt
Nach dem Rennen wurden die Sportlerinnen und Sportler von den Offiziellen des Internationalen Rennrodelverbandes geehrt und bekamen die begehrten Pokale und Medaillen überreicht. Danach wurde noch einmal kräftig gefeiert, bevor man sich für diesen Winter dann das letzte Mal verabschiedete.

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